Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Wie verfasse ich einen Lebenslauf?

Der Lebenslauf ist meist das, was sich ein Personaler bei einer Bewerbung zuerst ansieht, um sich einen Überblick über den Bewerber zu verschaffen. Er ist ein wichtiger Bestandteil für die Eintrittskarte zum Bewerbungsgespräch.

Für die Erstellung des Lebenslaufs sind folgende 10 Punkte wichtig:

1. Denken Sie an die Angaben zur Person an oberster Stelle:
Der Lebenslauf beginnt mit Name, Adresse, Telefonnummer, Emailadresse, Geburtstagsdatum und Geburtsort.

2. Das Wichtigste zuerst:
Moderne Lebensläufe sind nicht chronologisch, sondern beginnen mit dem am kürzesten zurückliegenden und wichtigsten Ereignis. Beginnen Sie also mit Ihrer Berufserfahrung, danach kommen Studium oder Berufsausbildung, Schule und schließlich weitere Fähigkeiten und Fremdsprachen.

3. Achten Sie auf möglichst aussagekräftige Formulierungen:
Die einzelnen Abschnitte sollten stichpunktartige Angaben enthalten und treffende, prägnante Beispiele über Ihre Erfahrungen liefern.

4. Fassen Sie sich kurz:
Ein Lebenslauf sollte nicht mehr als zwei Seiten umfassen. Das Wichtigste Ihrer Qualifikationen herauszufiltern ist die Kunst hierbei. 

5. Arbeiten Sie stets sauber und gründlich:
Form- oder Grammatikfehler im Lebenslauf werden bei einer Bewerbung meist negativ gewertet. Damit dieser rundum fehlerfrei ist, sollten Sie Ihren Lebenslauf daher besser einmal zu oft, als einmal zu wenig korrekturlesen lassen. 

6. Achten Sie auf die Formatierung:
Auch hier ist höchste Gründlichkeit geboten. Achten Sie auf Schriftart, Schriftgröße, Formatierung und Abstände und seien Sie sehr akkurat. Mit den Standardschriftarten Times New Roman oder Arial, in der Schriftgröße 11 oder 12 pt, ist man in der Regel auf der sicheren Seite. 

7. Stapeln Sie ruhig höher:
Vor allem bei Ihren weiteren Fähigkeiten und Sprachkenntnissen sollten Sie sich von Ihrer (aller-)besten Seite zeigen.

8. Schreiben Sie alles so, dass es sehr gut klingt:
Lücken im Lebenslauf lassen sich mit etwas Geschick gut verkaufen: So wird der längere Urlaub zur interkulturellen Erfahrung oder zum Aufenthalt bzgl. eines Ausbaus der Sprachkenntnisse. Eine Phase der Arbeitssuche kann hingegen ebenso der „Berufsorientierung“ dienen.

9. Achten Sie auf ein professionelles Bewerbungsfoto:
Das Foto sollte aktuell sein, also nicht älter als zwölf Monate und im Idealfall keine schwarzweiß Fotografie sein. Ebenso sollten Sie weder ein Passfoto noch ein Ganzkörperfoto verwenden. Der Personaler sollte sich ein gutes Bild von Ihnen machen können, zeigen Sie sich möglichst professionell und von Ihrer besten Seite.

10. Hängen Sie Ihrem Lebenslauf Anlagen an:
Fügen Sie der Bewerbung Ihren angegebenen Fähigkeiten und Erfahrungen entsprechende Arbeitszeugnisse und –proben an. Auch hier gilt: Übertreiben Sie es damit nicht, schließlich sollen nur für die Stelle relevante Inhalte zur Bewerbung hinzugefügt werden. Kein Personaler möchte einen ganzen Roman aus Ihren Qualifikationen lesen.

7 Tipps, ein erfolgreiches Anschreiben zu verfassen

Die größte Hürde bei einer Bewerbung stellt das Anschreiben dar. Denn das sollte kurz und prägnant formuliert sein, keine Floskeln enthalten und inhaltlich sehr aussagekräftig sein.

1. Der verflixte erste Satz
Der erste Satz ist im Anschreiben meist der schwerste. Denn mit ihm entscheidet sich stark das Interesse eines Personalers. Ob Sie mit einem Zitat beginnen oder mit einer positiven Bemerkung im Hinblick auf das Unternehmen punkten: In jedem Fall sollte der erste Satz zum Weiterlesen anregen.

2. Wer bin ich und was kann ich
Die Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen die Sie im Anschreiben erwähnen, müssen auf die ausgeschriebene Stelle passen. Daher ist es empfehlenswert dass sie mehr auf eine bestimmte Qualifikation, die im Stellenprofil gesucht wird, eingehen und diese ausschmücken, als viele Fähigkeiten aufzählen, die für den Job eher eine untergeordnete Rolle spielen. Im Anschreiben punktet, wer Beispiele nennen kann. Bloße Behauptungen sollten Sie lieber vermeiden.

3. Formulierung
Fehler in der Rechtschreibung sowie Übertreibungen sollten auf jeden Fall vermieden werden. Ein nüchterner und dennoch überzeugender Schreibstil frei von Grammatikfehlern – so sollte eine Bewerbung verfasst sein. Am besten ist es, das Anschreiben nach der Fertigstellung nochmal von einer Person gegenlesen zu lassen. Häufig fallen Außenstehenden Dinge eher auf, als dem Verfasser selbst.

4. Passend zur Stellenanzeige schreiben
Klingt logisch, denken jetzt sicher viele. Dennoch ist auch dieser Punkt, so banal er vielleicht klingen mag, sehr ernst zu nehmen. Denn bei der Fokussierung auf die eigenen Fähigkeiten und die adäquate Präsentation derer, wird oft das eigentliche Ziel vergessen: Warum Sie genau in dem ausgewählten Unternehmen und der ausgeschriebenen Position arbeiten möchten.

5. Gestaltung
Die Form eines Anschreibens muss stimmen. Dabei gibt es einiges zu beachten: Von der Schriftart und Schriftgröße bis hin zu Abständen und Gliederung - hier sollte unbedingt sauber gearbeitet werden.

6. Motivation
Zum Ende des Anschreibens hin geht es um die eigene Motivation, die ausgeschriebene Stelle antreten zu wollen. Sie sollten deutlich, jedoch nicht übertrieben, zu verstehen geben, warum genau Sie für diesen Job die perfekte Wahl darstellen.

7. Gehaltsvorstellung und Eintrittsdatum
Ganz zum Schluss sollten Sie noch angeben, wann Sie den Job antreten können und welches Gehalt Ihnen vorschwebt. Dazu ist es ratsam, sich über die Gehälter vergleichbarer Jobs zu informieren und sich bei den Gehaltsverhandlungen auf die eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen zu beziehen.

So punkten Sie beim Bewerbungsgespräch

Die Bewerbungsunterlagen kamen beim Personaler gut an, nun sind Sie zu einem ersten Gespräch in das Unternehmen eingeladen. Dieses Gespräch gilt zunächst als Kennenlernen für beide Parteien.

Doch es können bei so einem Bewerbungsgespräch auch Fragen aufkommen, mit denen man so gar nicht rechnet. Hier eine kleine Übersicht solcher Fragen, was sie bedeuten und wie Sie sich am besten auf das Gespräch vorbereiten können.

Öffnen Sie die Tür

Zunächst einmal übliche Personalerfragen zu Ihrer Person:

Erzählen Sie mir etwas über sich!
Hier will Sie der Personaler erst einmal kennenlernen und einschätzen können, was Sie selbst in Ihrem Lebenslauf für sehr wichtig erachten. Sie sollten hier also auf keinen Fall einen Roman nacherzählen, sondern sich vorher genau überlegen, welche Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn Sie nur anschneiden und auf welche Sie genauer eingehen. Letztere sollten auf jeden Fall mit dem gesuchten Jobprofil übereinstimmen. Verschießen Sie aber hier noch nicht all Ihr Pulver! Denn Sie sollten auf konkrete Aspekte Ihres Lebenslaufs, die mit der ausgeschriebenen Stelle übereinstimmen, im weiteren Verlauf des Gesprächs genauer eingehen.

Wieso wollen Sie genau bei uns arbeiten?
Die Frage könnte auch lauten: Warum haben Sie sich bei uns beworben? Hier gilt es, die vorher gut recherchierten Bereiche des Unternehmens zu kennen und darauf einzugehen. Sie sollten dabei auch einen Bezug herstellen - möglichst anhand einiger Beispiele -, weshalb genau Sie so gut in das Unternehmen passen. Nicht ganz einfach für einen Außenstehenden. Sie können sich daher im Vorfeld einige Notizen machen:

  • Notieren Sie alles, was Sie über die Firma in Erfahrung bringen können
  • Überlegen Sie sich dazu stichpunktartig, welche Ihrer Fähigkeiten gut zum Unternehmen passen

Warum wollen Sie Ihren aktuellen Arbeitgeber verlassen?
Hier fallen die Antworten sehr individuell aus. Wichtig ist, dass Sie sich auch in diesem Punkt gut verkaufen. Der Personaler zielt mit der Frage darauf ab, wie gut Ihr Durchhaltevermögen ist und mit welcher Motivation Sie den neuen Job beginnen. Überlegen Sie sich vorher, welche Formulierung am besten passt. Vermeiden Sie in jedem Fall zu erwähnen, dass es möglicherweise Konflikte oder andere Probleme gab. Gründe für den Weggang können zum Beispiel Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten sein. Ebenfalls ein Grund, der beim Personaler mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gut ankommen wird, sind finanzielle Aspekte. Selbst wenn das Ihr Beweggrund sein sollte, sich einen neuen Job zu suchen.

Was wissen Sie über unser Unternehmen?
Hier sollten Sie nochmal genau darauf eingehen, was Sie sich im Vorfeld über das Unternehmen notiert haben. Der Personaler will mit dieser Frage herausfinden, wie intensiv Sie sich mit dem Unternehmen beschäftigt haben und wie ernst Ihnen die Bewerbung ist.

Wo sehen Sie Ihre Stärken und wo die Schwächen?
Hier geht es einerseits darum, wie gut Sie sich selbst einschätzen können. Andererseits sollen Sie sich hier wiederum möglichst gut verkaufen. Vermeiden Sie Floskeln wie „Meine Schwäche ist, dass ich sehr ungeduldig bin“ – das hören Personaler tagtäglich. Gehen Sie lieber auf tatsächliche Ereignisse Ihrer beruflichen Vergangenheit ein und nennen Sie Beispiele, an denen sich erkennen lässt, wo Sie sehr erfolgreich waren bzw. Ihre Fähigkeiten noch ausbaufähig sind.

Haben Sie noch Fragen?
Hier gilt es, Ihr Interesse an der Stelle und dem Unternehmen noch einmal zu verdeutlichen. Gehen Sie auf Abschnitte des Gesprächs ein, die Sie noch vertiefen möchten, oder fragen Sie nach künftigen Entwicklungen. Auch die Frage nach Weiterbildungsmöglichkeiten kommt gut an. So zeigen Sie Ihre Bereitschaft, sich weiterentwickeln zu wollen.

Und dann gibt es auch die wirklich kniffligen oder fiesen Fragen:

Wenn Sie ein Tier sein könnten, welches wären Sie dann gerne?
Ziemlich affige Frage. Das sollten Sie dem Personaler so aber besser nicht sagen. Bleiben Sie professionell und geben Sie eine Antwort, die Sie auch erklären können. Meist zielt die Frage darauf ab, welche Fähigkeiten Sie gerne hätten, wenn Sie es sich aussuchen könnten. Denn mit Tieren verbinden wir verschiedene Eigenschaften. So steht ein Herdentier wie ein Pferd beispielsweise für Teamgeist, ein Tiger für Dominanz oder eine Ameise für besondere Emsigkeit bzw. Fleiß. Bewahren Sie also einen kühlen Kopf – und seien Sie kreativ!

Wie würden Sie einem Eskimo einen Eisschrank verkaufen?
Auch diese Frage verlangt Ihre Kreativität – hierbei geht es nämlich um den Lösungsweg, den Sie wählen. Ob der Eskimo den Eisschrank also als Stauraum verwenden kann oder dieser ein Statussymbol für ihn darstellt, wodurch er ihn unbedingt benötigt – das Wichtigste hierbei ist, dass Sie sich Gedanken machen und aufzeigen, dass Sie bedacht an ein Problem herangehen.

Was motiviert Sie im Leben wirklich?
Hier geht es um anschauliche Beispiele, was Sie in der Vergangenheit konkret begeistert hat. Das kann ein Erfolg in Teamarbeit gewesen sein oder die erfolgreiche Umsetzung eines komplizierten Projekts. Aber auch Unterstützung durch Familie oder sich ein Ziel zu setzen, dass man dann erreicht, können Antworten auf eine derartige Frage sein.

Für Frauen: Haben Sie vor, in der nächsten Zeit schwanger zu werden?
Auf diese Frage müssen Sie nicht antworten. Allerdings kann ein Schweigen oder die Aussage „Dazu möchte ich mich nicht äußern“ verdächtig auf den Personaler wirken. Er könnte dadurch die falschen Schlüsse ziehen. Eine kurze, aber prägnante Aussage dazu könnte sein „Mein Fokus liegt auf der beruflichen Ebene“ oder „Für mich hat meine berufliche Laufbahn Priorität“.

 

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